Finanzierung der Auslandsimmobilie
Eine Auslandsimmobilie wird meist zu Urlaubszwecken gekauft. Viele vermieten die Immobilie dann zunächst und nutzen sie selbst lediglich für einige Wochen im Jahr um selbst dort den Urlaub zu verbringen.
Meist haben die Immobilienkäufer, die sich eine Immobilie im Ausland zulegen wollen, bereits Wohneigentum in Deutschland, welche dann auch schon weitestgehend entschuldet ist.
Was muss beachtet werden?
Neben der selbstverständlichen Grundvoraussetzung, dass das Ferienhaus oder die Ferienwohnung den persönlichen Bedürfnissen entspricht sowie die Region, in welcher das Häuschen steht, auch vereinbar mit der Anreise ist, stellt die Finanzierung manchmal eine gewisse Herausforderung dar. Im europäischen Ausland ist zwischenzeitlich teilweise zwar eine Finanzierung direkt vor Ort möglich, allerdings ist dies nach wie vor recht aufwändig und die Zinskonditionen sowie die Rahmenbedingungen sind nicht unbedingt die besten. Somit stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, die Immobile in Deutschland zu finanzieren und den Kaufpreis dann von hier aus zu überweisen?
Besser von Deutschland aus finanzieren?
Grundsätzlich kann man dies bejahen. Denn wie schon erwähnt, sind Immobilienkäufer von Auslandsimmobilien zumeist schon im Besitz einer Eigentumswohnung oder eines Hauses in Deutschland. Somit lässt sich die Besicherung dann elegant und komfortabel mittels der deutschen Immobilie durchführen. Denn die Besicherung sowie die Bonitätsprüfung stellen sich bei einer in Deutschland befindlichen Immobilie bedeutend einfacher dar. Zudem lässt sich die Bonitätsprüfung aufgrund eines zumeist inländischen Beschäftigungsverhältnisses oder inländischer Selbständigkeit weitaus unkomplizierter durchführen, als dies im Ausland der Fall ist. Selbstverständlich ist es zwingend notwendig, dass sich die Darlehenshöhe, die für die Auslandimmobilie benötigt wird, innerhalb des möglichen Beleihungsauslaufes des in Deutschland zur Besicherung heranzuziehenden Objekts bewegt. Zumeist wird daher eine Wertermittlung für das inländische Objekt durchgeführt.
Oder doch im Ausland?
Deshalb sollte sozusagen nur im „Notfall“ die Auslandsimmobilie im Ausland finanziert werden. Denn zu viele Unwägbarkeiten, Hindernisse und Barrieren bis hin zur ohnehin oft schon vorhandenen Sprachbarriere machen die Finanzierung im Ausland oft zum unkalkulierbaren Risiko. Nur wenn beispielsweise eine deutsche Bank im Ausland die Abwicklung der gesamten Finanzierung garantieren kann, nur dann ist diese Form der Auslandsfinanzierung zu empfehlen. Und leider sind diese Banken trotz EU und Euro, unter anderem auch wegen der teilweise komplett differierenden Grundbuchmodalitäten Deutschlands, gegenüber dem Ausland immer noch in der absoluten Minderheit! Und eine Finanzierung außerhalb Europas lässt sich ohnehin nicht durchführen.